Performance

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Jeans, Erde, Wasser, Gerüst (2,5 x 1,5 x 1Meter)

11:25min.

09:12min.

20:43min.

2015 / Performance „Jeanspo“

Bildbeschreibung

Die Bildeindrücke zeigen die Vorstudie der geplanten Perfomance. Die später speziell angefertigte raumgreifende Jeanshose wird an einem Gerüst aufrecht eingehangen. 2 Personen würden mit Hilfe eines Betonmischers und der dazu benötigten Wassermenge den Körper mit Erde ausfüllen. Ähnlich dem Weinstampfprozess bei dem der Wein mit Füssen zermatscht wird modulieren hier die Performer mittels ihres Ganzkörpereinsatz die Form der Jens aus. Nach einigem körperlichem Einsatz könnte die Verwandlung glücken……
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6 möbelierte Zimmer, TV, Deckenlampe, Theaterbox (2,5 x 2,5 x 2,5Meter)

23:37min.

49:04min., Sechziger Jahre, Teil I

40:22min., Sechziger Jahre, Teil II

27:51min., Sechziger Jahre, Teil III

2007 / Performance „Möbel wollt ihr ewig leben“

Bildbeschreibung

Die Szene, Gegenstände und somit die Aussenhaut der Dinge werden gewaltsam zerschlagen und aufgebrochen und verlieren wie in einem Zeitraffer ihre Oberflächenspannung, ihren Glanz und ihre erste Bedeutungszuschreibung. Alles verschwimmt im Chaos, in der Gewalt und in der Vergänglichkeit. Übrig bleiben zerfetzte Teilstücke, die von ihrem ursprünglichen Ort/Möbel abgetrennt, verworfen, bedeutungslos und formbefreit ineinander, untereinander, aufeinander umherschwimmen. Noch ist gefühltes Chaos. Noch ist die Vorstellungskraft bemüht, die altbekannte Ordnung der Dinge wiederherzustellen, um Ruhe zu finden.

Jetzt wird aufgeräumt und Entstehung provoziert. Veränderung an Oberfläche und Struktur wird hingenommen, wird berücksichtigt, wird gewollt mit einbegriffen, wird konzeptionell. Die Dinge haben sich verändert, doch die Funktion bleibt. Wann ist ein Tisch ein Tisch ein Tisch… Gewaltsam aufgebrochene Verbindungen, bekannt Gesehenes wird durch Kleben, Nieten, Nageln, Schrauben neu verbunden. Alle zugleich kämpfen gegen das Bestandene, um neue Verbindungen zuzulassen. Doch noch ist die Ursprungsfunktion der Dinge dominantes Strukturelement.

Erneut wird die zerbrechliche Ordnung mittels Gewalteinwirkung zerstört. Dreimal wird der Gewaltexzess wiederholt, bis selbst die altbekannte Ordnung der Funktionszugehörigkeit aufgelöst die Dinge zu Masse verkommen läßt. Ende Aus und Übrig.

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2 Tische, 2 Stühle, Schraubzwingen, Tafellack, Magnesiumpulver, (0,8 x 1 x 1Meter)

2006 / Performance „Körperspuren“

Bildbeschreibung

Die täglich mehrfach aufgeführte Performance „Körperspuren“ sollte das enge, aber schwierige Zusammenspiel von kantigen Möbeln und weichen Körpern aufzeigen. Sie sollte die Nutzungszuschreibung der Dinge aufheben. So wurden Möbel als Kletterparcour mißbraucht. Eingekreidete Körper hinterließen auf den anfangs dunkelschwarzen Oberflächen viele Berührungsspuren, während die Möbel (erst später gut sichtbare) blaue Flecken auf Arme und Beine zeichneten.
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Leinwände, Rahmen, Schaumgummi, Farbauftrag (Grau, Lachs, Rosa, Schwarz), Kampfbox, (2 x 2 x 2Meter)

00:40min

07:29min.

08:36min.

2005 / Performance „Ringkampf“

Bildbeschreibung

Der Film macht Spass und unterstützt uns in dem ungewohnt einfachen Blick auf die Dinge. Der Kampf unter Freunden fordert Kraft und riecht nach Turnhalle. Die Kontrahenten belegen den präparierten Raum mit ihren Körpern und setzen den Oberflächen ihren Stempel auf. Die Performance „Ringkampf“, die anläßlich der „Langen Nacht der Museen“ im Jahr 2005 in Köln aufgeführt wurde, zeigt einen stilisierten Ringkampf in einer acht Kubikmeter grossen, an vier Seiten geschlossenen und nach oben offenen Box. Die Wände sind mit weisser Leinwand bespannt, hinter der Farbe so aufgebracht ist, dass sie bei Berührung hervortritt. Die Dynamik des Kampfes zeichnet sich farbig auf den vormals weissen Oberflächen ab.(R.)
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02:01min.
Bühne, Farbeimer, Waschmaschine,  (0,5 x 1,2 x 4Meter)

2004 / Performance „Alltagsberührungen“

Bildbeschreibung

Die Performance entstand aufgrund einer längeren Singlephase und der damit verbundenen schmerzhaften Erfahrung, daß gewisse Körperzonen in dieser Zeit weitestgehend unberührt bleiben. Selbst die wenigen freundschaftliche Gesten gerieten aufgrund starker Unklarheit und dem Fehlen allgeingültiger Verhaltensregeln zum reinsten Spiessroutenlauf.

 

Geschäftlich – rational-blau: Personen gehen aufeinander zu und berühren sich. Die Kontaktflächen beschränken sich auf die Hände (Handschütteln), Unterarme, Schulter. Der Bewegungsmodus ist klopfend und drückend.

Freudschaftlich – halbemotional-gelb: Personen gehen aufeinander zu und berühren sich. Die Kontaktflächen beschränken sich noch stark auf Aussenflächen von Kopf, O-Körper (umarmen), Armen und Beinen. Der Bewegungsmodus ist klopfend-leicht streichend.

Erotisch – emotional-rot: Personen gehen aufeinander zu und berühren sich. Die Kontaktflächen konzentrieren sich stark auf Innenenflächen. Kopf, Arme, O-Körper, Beine, Geschlechtsbereich, Po, Gesicht……. Der Bewegungsmodus ist streichend, streichelnd.

Waschgang: Die eingefärbte Kleidung wird ausgezogen und in die Waschmaschine gesteckt. Der Waschgang gibt den Pausenzyklus vor. Die Wäsche symbolisiert die immer neue unvorbereitete und schüchterne Kontaktaufnahme von Körper und Geist, soll jedoch auch anhand von möglichen Farbresten Spuren vorhergegangener Berührungen und Erfahrungen versinnbildlichen. Sowie der Waschgang abgeschlossen ist, vollzieht sich der nächste Akt.