One Way

            

210 cm Kugelkörper, naturbelassene Jute, 16mm Juteseil, 4500 Liter Maisstärke Chips, 2015

 

Gross und vergänglich soll es sein. Schwer wird es empfunden, und schwer wird es werden. Doch am Ende wird es wieder luftig und leicht.

 

Die pralle Fülle des Objektes steht für das menschliche Leben und den Wunsch des Menschen, der Natur seinen künstlichen Stempel aufzudrücken. Etwas zu hinterlasse, woran man sich erinnern kann, um nicht vergessen zu werden. Die Flüchtigkeit des Materials - natürlich abbaubare Werkstoffe wie Jute und Maischips - hingegen untergräbt diesen Wunsch und fokussiert den Zyklus des Lebens und seine Vergänglichkeit. 

 

Das Objekt wurde so konzipiert, dass es sich unter dem Einfluss der Witterung allmählich zersetzt. Eine besondere Spannung entsteht dabei daraus, dass sich trotz diverser Vorstudien nicht mit Sicherheit abschätzen lässt, wie lange dieser Prozess dauern wird - das Kunstwerk wird unter dem Einfluss der Natur sich selbst überlassen. Mit der Zeit verwandelt sich der pralle runde Ballon in einen schlaffen unförmigen Sack, die Reste der Maischips düngen den Boden. 

 

Der Lebenszyklus wird erfahrbar, wenn auch nicht gänzlich vorhersehbar: Wird der anfänglich leichte Körper vom Regen beschwert abreissen, oder sich filmreif nach und nach in seine Bestandteile zersetzen, um langsam, aber sicher gänzlich zu verschwinden? Wie lange wird es dauern, bis auch die Erinnerung vergeht? (R.)

 

 

 

                                Gilbert Flöck • Atelierhaus Kunstwerk - Raum 400 • Deutz-Mülheimerstr. 127 • 51063 Köln                                        login   out
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